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Frühling im Garten
Schon bevor der letzte Schnee geschmolzen ist, belebt sich der Garten mit den leuchtenden
Farben der Frühblüher. So können die Blüten der Winterlinge in sattem Goldgelb und
die Schneeglöckchen und Märzbecher in strahlendem Weiß erscheinen. Etwas später folgen
dann die bunten Kelche der Frühlings-
So stammt beispielsweise der Winterling aus Südeuropa und Kleinasien. Er blüht bei uns als eine der ersten Blumen im Jahr und vermehrt sich durch Teilung der Knollen. Häufig säen sich diese Pflanzen auch selbst aus, so entstehen im Laufe der Jahre unter Büschen und Hecken gelbe Blütenteppiche. Etwa zur gleichen Zeit finden sich die ersten Schneeglöckchen ein, sie besitzen Zwiebeln als Speicherorgane. Schneeglöckchen säen sich ebenfalls selbst aus, die Sämlinge blühen dann nach ca. drei bis vier Jahren ohne unser Zutun im Garten.
Im März und April schmücken dann die Fühlingskrokusse die Rabatten, Rasenflächen und Steingärten mit ihren gelben, weißen und violetten Blüten. Bleichzeitig blühen die Blausterne, sie sind Zwiebelpflanzen und gedeihen besonders gut auf normalen Gartenboden an sonnigen Standorten. Denn normaler Gartenboden sollte locker, krümelig, gut durchlüftet und nährstoffreich sein. Der Blaustern oder auch Szilla genannt ist seit ca. dem 18. Jahrhundert als Gartenpflanze bekannt, so trägt z.B. die Sibirische Szille etwa drei bis vier nickende Blüten am Stengel.
Zu den beliebtesten Gartenblumen gehören schon seit langer Zeit die Tulpen, ihre Heimat ist Zentralasien, von dort wurden sie nach Westen und Osten verbreitet und so kamen auch Ende des 16. Jahrhunderts die Tulpenziebeln nach Holland. Das Meeresklima und der lockere und nährstoffreiche Boden dort, ließ sie besonders gut gedeihen und seither ist Holland brühmt für seine Tulpenzucht. Heute gibt es zahlreiche Arten und Sorten, manche blühen schon im März, andere erst im Mai. So sind beispielsweise niedrige Tulpen beliebte Steingartenpflanzen und hochwüchsige Tulpen werden gerne als Schnittblumen angebaut.
Narzissen blühen erst im April und Mai, wenn es wirklich Frühling ist, dann hüllt zunächst ein häutiges Hochblatt die Blüten ein. Erst wenn es aufreißt, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Blüten für die Vase zu schneiden. Narzissenzwiebeln sind mehrjährig, wenn das Laub abstirbt, dann ist bereits die Blütenanlage für das folgende Frühjahr ausgebildet.
Bei den Gartenblumen und Wildpflanzen gibt es auch verschiedene Arten, deren Entwicklung
nicht in einem, sondern innerhalb zwei Jahren abläuft. Im ersten Jahr entwickeln
sich aus den Samen die Jungpflanzen, die dann überwintern, um im zweiten Jahr zu
blühen. Im Garten sät man zweijährige Pflanzen entweder gleich an den vorgesehenen
Standort, oder man kultiviert die Sämlinge in Anzuchtbeeten und pflanzt sie erst
im folgenden Frühjahr auf das Schmuckbeet. Zu den zweijährigen Frühjahrsblühern gehören
z.B. die Garten-
Wenn die ersten Veilchen duften und die gelben Schlüsselblumen auf der Wiese leuchten,
dann ist der Winter endgültig vorbei. Bereits im Mittelalter wurden Veilchen und
Primeln in die Gärten geholt, sie zählen zu den bekanntesten Frühlingsblühern unserer
Heimat. Sie brauchen beide feuchten, humusreichen Boden und gedeihen am besten im
Halbschatten. Die Primel kommt von dem lateinischen Wort „primula“ und bedeute so
viel wie „die kleine Erste“, Primeln sind Stauden, wild wachsen sie auch auf feuchten
Wiesen. Viele Arten wurden für den Garten ausgewählt und gezüchtet, je nach Wuchsform
und Blüten unterscheidet man meist die Gruppen der Polster-